„Zurück in die Zukunft“ oder: Willkommen in der Gegenwart! ;-)

Ich weiß noch, als ich in den 80-ern das erste Mal ein Autotelefon sah und ausprobieren durfte und es war unheimlich faszinierend für mich, daß man wirklich von unterwegs aus telefonieren konnte, wuhuuu. Im Gegensatz zu den heutigen süßen, kleinen, handlichen Handy’s war es jedoch im Vergleich eine Telefonzelle! 😉

Gestern war ja für eingefleischte „Zurück in die Zukunft “ – Fans der Tag aller Tage und es dürften sicher nicht wenige Fans gewesen sein, die damals im Kino saßen und mit Spannung das Jahr 2015 herbeigesehnt haben, ob die Zukunft denn wirklich so spannend sein würde…

Stellen wir uns nun einmal vor, „Marty McFly“ wäre tatsächlich gestern in genau dieser Zukunft gelandet….würden wir dies alles genau so wollen??

Abgesehen davon, daß auch einiges wahr geworden ist, bin ich persönlich froh, daß uns doch einiges (noch) erspart geblieben ist 😉

Wahr geworden:

Flatscreens:

Endlich ist nun fast auch der letzte dieser „dicken“ Stromfresser aus unseren Wohnzimmern verschwunden und – sind wir mal ganz ehrlich – keiner ist wirklich böse drum, wenn wir den Platz nun nicht mehr dafür verwenden müssen, die scheußlich geschmacklose Vase von Tante Frieda irgendwo unterzubringen…;-)

Videotelefone:

Das gute alte Telefon und beim Klingeln stürtzt die ganze Familie mit einem „Ich geh ran!“ zum Hörer. Die Tochter, es könnte der süße Junge vom Schulhof sein. Die Mutter, um stundenlang (und ich meine wirklich stundenlang!) den neusten Klatsch auszutauschen. Und der Vater, weil das wochenlang ersehnte Ersatzteil endlich in der Werkstatt angekommen ist.. 😉
Praktisch allerdings ist es schon, heutzutage sogar sofort angezeigt zu bekommen, wer denn am anderen Ende so dringend mit einem sprechen wolle und…einfach den Anruf ignorieren zu können, wenn man in diesem Moment keine Lust oder Zeit für ein Gespräch hat. Wie sagte mein Onkel immer, als er sich weigerte ein erstes Handy zu kaufen? „Nur Dienstboten müssen immer erreichbar sein!“ Wo er recht hatte, ist man mittlerweile, nachdem das Handy schon als Teil der Organspende gilt… 😉 doch auch mal dankbar, nicht immer erreichbar zu sein.

3D und Hologramme:

Im Film so schön zu sehen, wie Marty von einem Haifisch als Hologramm angegriffen wird.

Abgesehen davon, daß – denke ich – keiner wirklich böse ist, daß nun kein 19.Teil von „Der weiße Hai“ erschienen ist ( ich habe auch nach 4 Teilen die Melodie noch im Ohr, jedesmal wenn er auftaucht 😉 )
können wir heute doch dank 3D- Brillen und Dolby-Surround im Kinosessel quasi hautnah „miterleben“ wenn der Laserstrahl durch den Kinosaal zischt oder einem bei „Final Destination“ Schrauben und Reifen um die Ohren fliegen…(besonders „vorteilhaft“ und „erlebnisreich“ nach 2 vorher getrunkenen Long Island -Ice -Tea’s…so mir passiert 😉 )

Modestil:

Im Film sei es 2015 modisch, die Hosentaschen nach außen zu tragen.

Wenn ich daran denke, daß viele Jugendliche heute mit (statt den Hosentaschen) heraushängenden Boxershorts und halb heruntergezogenen Hosen herumlaufen….wäre vielleicht die Film – Idee die bessere und „geschmackvollere“ Alternative gewesen… 😉

Elektronische Brillen:

Elektronische Brillen, die uns die Nachrichten anzeigen, brauchen wir gar nicht. Haben wir doch mittlerweile Brillen mit denen man in die virtuelle Computerspiele – Welt eintauchen kann. Angesichts mancher Spiele — sind diese auch nicht weit vom täglichen Nachrichtenwahn entfernt 😉

Einerseits freuen wir uns über manchen Vorteil, die die „Zukunft“ gebracht hat, andererseits können wir auch froh darüber sein, daß manches reine Fiktion geblieben ist…:

Ein „Hydrator“, in dem man einen „Pappklumpen“ in 5 Sekunden in fertiges Essen umwandeln kann:

Brauchen wir auch nicht, dafür gibt es diverse Fast – Food – Ketten (bei denen sich der „Pappklumpen – Zustand“ allerdings auch nicht ändert) 😉

Kündigung per Fax:

Heute bekommt man gottseidank die „gute alte Kündigung“ immernoch traditionell per Post zugestellt…praktisch für diejenigen, die sie sich einrahmen oder weiterhin als Klopapier benutzen möchten 😉

Tankstellen, an denen Autos von Robotern betankt werden, Automatische Gassi – geh – Leinen, Selbstschnürende Schuhe und Automatikkleidung:

Ich möchte weder, daß meine Kleidung mit mir spricht, noch sich mir anpaßt oder die Schuhe von selbst gebunden werden!
Und statt, daß Autos an Tankstellen von Robotern betankt werden – oder wie früher – von einem echten Menschen…muß man sie heute doch selbst betanken. Mal ehrlich: Würden wir in unserer schon so bequemen Welt nicht noch ein ganzes Stück bequemer und fauler werden, müßten wir die meisten Dinge nicht mehr selbst erledigen?

Fliegende Autos:

Als ich klein war, sagte meine Nachbarin immer: „Paß mal auf, wenn’de groß bist, haben alle einen Helm mit Propeller auf`m Kopp und fliegen damit durch die Gegend!“
Gottseidank ist beides nicht wahrgeworden. Man stelle sich bloß mal die dümmlich aussehenden Polizisten mit Propeller – Helmen vor, die einem mitten über dem Rock – Festival einen Strafzettel ausstellen…die würde doch keiner ernst nehmen 😉
Haben wir auch so schon genug Verkehrschaos am Boden…

Zwei Dinge allerdings wären doch recht schön und praktisch gewesen….:

Pünktlich auf die Sekunde genau vorhergesagtes Wetter:

Würde man bei einem Sonntagsausflug doch nicht für die ganze Familie den Kofferraum mit Wechselklamotten vollstopfen müssen und die Frage, was man anziehen solle hätte sich wohl auch erübrigt 😉

Das Hoverboard:

Sind wir mal ehrlich: Danach hatten wir uns alle — ganz „Kind im Erwachsenen“ – like — gesehnt. Herrlich, mal schnell mit so einem Teil etwas besorgen zu schweben….ohne sich auf dem Fahrrad einen abstrampeln zu müssen oder die Umwelt zu belasten 😉

Wie dem auch sei, vielleicht ist es ganz gut so, daß das meiste Fiktion und alleine dem Film vorbehalten bleibt…sonst wäre der Film heute vielleicht langweilig und die Welt würde immer schnellebiger.

Und bei allem was uns den Fortschritt näher gebracht hat, bleibt doch eine entscheidende Frage offen: Warum „verdammt, verdammt, verdammt“ hat noch niemand die Zeitmaschine erfunden??? 😉

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2 Gedanken zu “„Zurück in die Zukunft“ oder: Willkommen in der Gegenwart! ;-)

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